Sonntag, 1. Juli 2012

Liebe heißt Tofu



Liebe heißt Tofu
Susanne Oswald
248 Seiten / Hardcover
Ab 13 Jahren
01. Juli 2012
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag
ISBN: 978-3-86265-136-8
14,95 €


Nie im Leben hätte Franzi damit gerechnet, dass das Vegetariersein so anstrengend ist!
Beim Gedanken an Döner und Bratwürstchen läuft der 14-jährigen das Wasser im Mund zusammen, dabei versucht sie doch gerade, völlig auf Fleisch zu verzichten – den Tieren zuliebe und ein kleines bisschen auch wegen Chris. Das ist der große Bruder ihrer besten Freundin Lotte und Franzi möchte in seinen Gletscheraugen versinken.
Bevor sie sich jedoch vollkommen auf ihre neue Lebensweise und die Eroberung von Chris konzentrieren kann, muss sie sich erst einmal um ihre Partygäste kümmern. Weil ihre Mutter auf Reisen ist, haben die sich mehr oder weniger selbst eingeladen und lassen die Wohnung aus allen Nähten platzen …

Für die 14-jährige Franzi fallen Weihnachten und Geburtstag zusammen, als ihre Mutter ihr eröffnet, dass sie zum ‚Pop on stage‘ fährt, um Stars wie Tom Jones exklusiv zu interviewen. 2 Wochen sturmfreie Bude und der erste Gedanke von Franzi ist ‚Party!‘ Natürlich muss sie das sofort ihrer besten Freundin Lotte erzählen, denn eines ist klar, Benni und Chris müssen unbedingt eingeladen werden. Alles muss geplant werden, denn Lotte ist in Benni verliebt und Franzi würde am liebsten sofort in Chris Gletschersee-Augen versinken. Wegen ihm möchte sie ja auch Vegetarier werden. Nein, nicht nur, weil Chris auch Vegetarier ist, eigentlich doch schon seit dem Film über Massentierhaltung. Aber Vegetarier zu sein ist gar nicht so einfach, wenn man mit Hühnersuppe und Gulasch aufgewachsen ist und Döner etc. liebt. Und da nun Franzi ganz alleine daheim ist, gibt es auch so einige kleinere und größere Katastrophen. Auch die Party scheint aus dem Ruder zu laufen. Ob es Franzi gelingt, alles wieder in den Griff zu bekommen und werden sich Chris und Benni auch in die Mädels verlieben? Das müsst Ihr schon selber lesen!
Susanne Oswald hat in ‚Liebe heißt Tofu‘ wirklich liebenswerte Charaktere geschaffen. Franzi, die ohne Schminke und frisierten Haaren nicht aus dem Haus geht und sich mit Themen wie Massentierhaltung, Vegetarier und Gott auseinandersetzt. Lotte, die beste Freundin von Franzi, der etwas ruhigere und schüchterne Typ, die aber wahnsinnig gerne Klamotten näht, die wie die teure Trendmode ausschauen, aber immer noch Lottes persönliche Note haben. Franzis Mutter Eva, die endlich mal ihrer Tochter vertraut und nicht mehr so eine Glucke ist. Und dann sind da noch Gustav, Evas Chef, der bald Franzis Stiefvater werden möchte und Omama (die ich übrigens total klasse finde), die es sofort gemerkt hat, dass Franzi und Lotte eine heimliche Party machen wollen (obwohl von Eva verboten) und darüber Stillschweigen bewahrt.
In Franzi konnte ich mich wirklich gut reinversetzen, als ich an meine Teenie-Zeit zurückgedacht habe. Die ein oder andere kleine Katastrophe ist mir in dem Alter auch schon passiert. Das Buch ist aus der Sicht von Franzi geschrieben und offenbart nicht nur viele Teenie-Gedankengänge, sondern es finden sich auch immer wieder die kleinen Tagebucheinträge von Franzi darunter.
Ich habe viel mit Franzi gelacht, aber mitunter auch sehr bemitleidet bei den teils doch sehr katastrophalen Dingen, die ihr passieren. Susanne Oswald schreibt wirklich sehr unterhaltsam und versteht es, den Leser an die Geschichte zu fesseln, selbst wenn man schon erwachsen ist. Auch die Gestaltung des Buches ist wirklich sehr schön. Das Inhaltsverzeichnis ist über eine Doppelseite auf ein graues Bild eines Gemüseherzens gedruckt. Jedes Kapitel beginnt mit einer wunderschön gestalteten Seite, auf der das Coverbild in klein zu sehen ist und in schöner Schreibschrift die Kapitelüberschrift steht. Alles in allem ein wirklich empfehlenswertes Buch und das nicht nur für die Zielgruppe ab 13 Jahren sondern auch für Erwachsene!

Vielen Dank an die Autorin Susanne Oswald für dieses tolle signierte Rezensionsexemplar und die Autogrammkarte. Es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal, denn es ist das erste signierte Buch!

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